So war das Deutsche Musikfest 2019 in Osnabrück

Als einziger Musikverein aus dem Blasmusikkreisverband Heidenheim reiste der Musik-verein Steinheim zum Deutschen Musikfest (ehemals Bundesmusikfest) nach Osnabrück. Das Deutsche Musikfest wird im Rhythmus von 6 Jahren von der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände e.V. (BDMV) veranstaltet. Die BDMV ist der Dachverband der ehrenamtlich organisierten Amateurblas- und Spielleutemusik in Deutschland und ist mit 1,3 Mio. Mitgliedern Deutschlands größter Musikverband.

Mit insgesamt 52 Personen, davon 48 Musikerinnen und Musiker, reiste der Musikverein Steinheim am Morgen des 30. Mai mit dem Bus nach Osnabrück. Die Fahrt ging direkt an die Jugendherberge in Damme (40 km von Osnabrück entfernt). Hier konnten sich alle mitreisenden von der 9-stündigen Fahrt etwas frisch machen und die Zimmer beziehen, bevor es zu Fuß zum gemeinsamen Abendessen ging. Im Ratskeller in Damme wurde ein reichhaltiges Burger-Buffet aufgebaut, das bei allen großen Anklang fand. Anschließend wurde in gemütlicher Pub-Atmosphäre auf das bevorstehende Musikfest angestoßen.

Am Freitagvormittag hieß es erstmal „Probe“. Bevor die Fahrt nach Osnabrück aufs Musikfest erfolgen konnte, machte das große Blasorchester einen Zwischenstopp an der „Scheune Leiber“ in Damme, um nochmals die beiden Stücke für den Wettbewerb zu proben.
Zur Mittagszeit kam die Reisegruppe dann in Osnabrück an, um nach der offiziellen Anmeldung noch möglichst viel vom Musikfest zu erleben. Nun konnte man bereits den ersten Musikgruppen bei den Platzkonzerten in der gesamten Innenstadt lauschen und die ersten Eindrücke von der Friedensstadt Osnabrück aufnehmen. Allzu viel Zeit blieb dafür allerdings nicht, denn am Freitagnachmittag hatte sich das große Blasorchester des Musikverein Steinheim zum Konzertwettbewerb in der Kategorie 4 (Oberstufe) angemeldet. Im Gegensatz zum Wertungsspiel, werden beim Wettbewerb alle Teilnehmer nach erreichter Punktzahl in absteigender Reihenfolge eingeteilt, auf den ersten drei Rängen werden Pokale überreicht. Mit dem Pflichtstück „Satiric Dances“ und dem Selbstwahlstück „At the break of Gondwana“ konnte das große Blasorchester unter der Leitung von Norbert Hann den 6. Platz (82 Punkte) erreichen. Der Musikverein Steinheim stellt sich regelmäßig der Herausforderung von Wertungsspielen/Wettbewerben, vor allem bei Landes- oder Deutschen Musikfesten. Nicht nur dem Dirigenten, sondern auch den Musikerinnen und Musikern ist es wichtig, konstruktive Kritik von außen zu bekommen. Hierzu sind Wertungsspiele und Wettbewerbe hervorragend geeignet und motivieren dazu, die Leistung zu verbessern, auch wenn es mal nicht so gut gelaufen ist.
Abends konnten dann wieder einige Open-Air Konzerte besucht werden, die rund um die Innenstadt veranstaltet wurden, bevor es dann wieder gemeinsam mit dem Bus Richtung Damme ging. Für die, die beim Musikfest noch nicht genug gefeiert hatten, bot sich in Damme noch der Besuch eines Schützenfestes an.

Am Samstag stand der gemeinsame Besuch der Musikmesse in der Osnabrück-Halle an. Mangels Ausstellern konnte die Messe zügig abgearbeitet werden, so blieb mehr Zeit, wieder in der Innenstadt den Platzkonzerten und den Wertungsspielen zuzuhören oder im Stadion die Präsentation der Spielleutemusik „Marsch und Show“ mit zu verfolgen. Am Nachmittag hatte dann das große Blasorchester selbst noch einen Auftritt beim Platzkonzert im Schulhof der Domschule. Mit dem bewährten Mix aus moderner und traditioneller Unterhaltungsmusik sorgte der Musikverein Steinheim eine Stunde lang für gute Stimmung.
Anschließend gab es einige Highlight-Konzerte zu erleben. Die Big Band der Bundeswehr – seit vielen Jahren fester und beliebter Bestandteil des Deutschen Musikfestes – gab ein Open-Air Konzert auf dem Domplatz. In der Osnabrück-Halle konnte man bei der „Herr der Ringe“-Nacht die Originalkompositionen von Johan de Meij zum gleichnamigen Buch hören. Gespielt vom Landesblasorchester Baden-Württemberg, begleitet vom Neuen Kammerchor aus Heidenheim kamen da schon fast Heimatgefühle auf.
An einem lauen Frühsommerabend konnte der Besuch des Musikfestes gemütlich ausklingen, bevor der Bus wieder zurück nach Damme fuhr. Auch an diesem Abend fand für einige Musikerinnen und Musiker der Abschluss beim Schützenfest in Damme statt.

Am Sonntag wurden die Koffer gepackt und die Heimfahrt angetreten.

Ein durchweg gelungenes und erlebnisreiches Deutsches Musikfest liegt hinter uns. Ein großes Lob gilt den Organisatoren der BDMV und der Deutschen Bläserjugend! Wir haben schon an vielen Deutschen- und Landesmusikfesten teilgenommen, doch dieses war bisher das mit Abstand am besten organisierte Musikfest.
Ein großer Dank gilt auch unserem Busfahrer und Ehrenmitglied Stefan Witzenleiter für die stets sichere Fahrt!

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